Faith · Persönlich

TUESDAY THOUGHTS: IF THE DOOR CLOSES, THE WINDOW OPENS

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Dieser Satz hat mich gerade eben sehr zum Nachdenken gebracht. So sehr, dass ich meinen Laptop sofort in die Hand genommen habe, um über dieses Thema, mit dem ich seeehr viele Erfahrungen gemacht habe, zu schreiben.

Ich bekenne mich schuldig. Ich bin ein Over-Thinker. Zu viel über Dinge nachzudenken, war schon immer ein Thema bei mir. So vielen Leuten habe ich schon von meinem Gedanken-Wirr-Warr erzählt, die mich sicherlich danach für völlig verrückt hielten. Ebenso liebe ich es mein Leben zu planen, sei es mir auszumalen, wann der perfekte Zeitpunkt wäre zu heiraten, schwanger zu werden, ein Auslandssemester einzubauen,… die Liste geht weiter. Apropos Liste… bin ich die einzige, die eine „Liste für Namen, denen man den eigenen Kindern geben könnte“ auf dem Handy führt?

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Seit der 9.Klasse stand für mich fest, dass ich ein Auslandsjahr nach meinem Abitur machen wollen würde. Ebenso, dass ich danach auf jeden Fall in eine größere Stadt als Nürnberg ziehen werde, bestenfalls München oder Berlin. Also möglichst weit weg von Nürnberg, auch wenn ich meine Familie und Gemeinde über alles liebe. Wieso? Ich war damals der festen Überzeugung, dass mich Nürnberg nicht weiter brächte. Was auch immer das bedeuten mag.

Deshalb fing ich drei Jahre vor meinen eigentlichen Abiprüfungen an, im Internet nach passenden Stellen für das Auslandsjahr in einem sozialen Projekt ebenso auf Immobilienportalen nach der perfekten ersten eigenen  im Müncher Studentenwohnung zu suchen.

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Um wieder auf das Zitat „If the door closes, the window opens“ zu kommen: Während der ganzen Zeit, in der ich versuchte mein Leben zu planen, bezog ich Gott nicht ein einziges Mal in meine Pläne. Das lag an zwei Gründen:

  1. Ich hatte Angst, dass Gott meinen Plänen nicht zustimmt

2. Ich versuchte mir einzureden, dass Gott es schon „erlauben“ würde, weil er ein

guter Gott sei.

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Drei Jahre später und ich bewarb mich für das Auslandsjahr. Endlich, dachte ich mir. Genügend Geld gespart hatte ich auch schon. Ich wusste, dass es spätestens jetzt Zeit wurde, Gott zu fragen, was er von meiner Idee hielt, aber ich tat es nicht. Aus Angst, dass ihm meine Pläne nicht gefallen würden. Eine Woche später und ich hatte ein Bewerbungsgespräch mit den Mitarbeitern der christlichen Trägerorganisation. Das endgültige „JA“ des sozialen Projekts folgte ein paar Tage später. Immer noch kein Gebet zu Gott über dieses Thema. Ich erfuhr, dass es für mich nach Nicaragua gehen würde, was mir sehr gefiel, weil ich schon immer nach Lateinamerika wollte. Also begann ich Spanisch zu lernen. Doch in meinem Herzen wusste ich, dass es nicht Gottes Plan für mich war. Dennoch versuchte ich mir einzureden, dass die Gewissheit, dass das dieser Weg nicht, der von Gott vorbestimmte Weg sei, nur Nervosität und Aufregung vor solch einem großen Vorhaben sei. Immer noch kein Gebet zu Gott, ob das die richtige Entscheidung ist? Ich erhielt einen Brief von der Organisation, dass sie sich schon auf mich freuten und, dass falls ich mich ab jetzt gegen ein Jahr im Ausland entscheiden sollte, ich 100 Euro Bearbeitungsgebühren zahlen müsste. Vor meinen Freunden und Familie, spottete ich über genau diese Leute, die „blöd seien“ und „sich nicht entscheiden könnten“. Innerlich wusste ich zu dem Zeitpunkt, dass das mein Schicksal werden würde.

„Handelt nicht gedankenlos, sondern versucht zu begreifen, was der Herr von euch will.“ (Epheser 5:17)

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23.Dezember 2016. Prayer Night in der Gemeinde. Eine meiner engsten Freundinnen, die zu dem Zeitpunkt ein Auslandsjahr bei derselben Trägerorganisation machte, skypte mit mir. Sie stellte mir eine Frage, die ich in meinem ganzen Leben nie vergessen werde: Bist du dir sicher, dass du das machen möchtest? Jetzt, wenn ich auf diesen Tag vor fast zwei Jahren zurückschaue, weiß ich, dass zu diesem Augenblick Gott durch sie gesprochen hatte. Ich war meinen Tränen nahe, versuchte, aber vor ihr auf besonders überzeugt von meiner Entscheidung zu tun, denn ich wollte nicht, dass sie die Unsicherheit in mir erkannte. Während der Gebetszeit in der Gemeinde, war ich überwältigt. Denn ich wusste, das alles ein großer Fehler von mir war. Ich hatte Angst vor der Realität. Angst davor, zu wissen, dass es nicht Gottes Plan für mein Leben war. Angst davor, ein Versager zu sein und mich nicht an mein Wort zu halten.

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Kennt ihr die Geschichte von Jona in der Bibel? Jona erhielt von Gott den Auftrag nach Ninive zu gehen, um den Einwohnern der Stadt das Strafgericht Gottes anzudrohen. Er macht sich zwar auf den Weg, jedoch nicht in Richtung Ninive (heutiger Irak), sondern in die genau entgegengesetzte Richtung. Obwohl er wusste, dass es nicht richtig war. Die Geschichte geht zwar noch weiter, aber der Anfang ist der, auf den ich mich gerade beziehe.

„Lehre mich, deinen Willen zu tun, denn du bist mein Gott. Dein guter Geist führe mich auf einem sicheren Weg.“ (Psalm 143:10)

An diesem 23. Dezember 2016 habe ich mich genauso gefühlt. Ich wusste, dass die Entscheidung, die ich getroffen hatte, nicht richtig war. Doch statt alles wieder rückgängig zu machen oder noch besser vor der Bewerbung mit einem offenen Herzen zu beten, war das einzige was ich tat vor der Realität wegzulaufen. An diesem Tag wurde ich auf frischer Tat ertappt. In dem Moment, wo mir meine Freundin, die Frage stellte: Bist du dir sicher, dass du das machen möchtest?, wusste ich, dass mich Gott während der ganzen Jahre, in der ich zwar mein Leben plante, ihn aber nie mit einbezog, beobachtete.

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Um die Geschichte abzukürzen: Am 24. Dezember 2016, also einen Tag später, nahm ich meine Bewerbung zurück, musste 100 Euro Bearbeitungsgebühren zahlen und (wer hätte das gedacht) hatte zum ersten Mal nach langer Zeit einen Frieden über einer meiner Entscheidungen in meinem Herzen. Bis heute bereue ich meine Entscheidung nicht, auf Gottes Willen zu hören. An dieser Stelle möchte ich auch dich ermutigen, Gottes Willen zu folgen.

Vor ziemlich genau einem halben Jahr habe ich auch eine Predigt zu dem Thema „Gottes Wille“ in meiner Jugend gemacht. Wir wissen alle, dass es manchmal mühsam ist, Gottes Weg zu folgen. Ich stimme dir zu, dass es nicht immer der einfachste Weg ist, dennoch Gottes Pläne sind sooo viel besser als unsere eigenen Pläne. Er liebt dich und wünscht dir das beste und nichts schlechtes für dich. Wir müssen lernen Gott zu vertrauen. Und zwar radikal. So oft beten wir zu Gott: Zeige mir, wo du mich haben möchtest, aber wenn uns Gott seine Pläne offenbart, sind wir wieder die ersten, die nicht gehorsam sind. Ich frage mich, an was das liegt.

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Eines meiner Lieblingslieder ist der Song, der christlichen Songwriterin Sarah Juers „Life is funny“.

 

 

Jetzt, zwei Jahre später, kann ich sagen: Gott ist gut! Hätte ich mich, so wie ich es damals wollte, für ein Auslandsjahr entschieden und danach für ein Studium in München oder Berlin, ich weiß nicht, was aus mir geworden wäre. Stattdessen habe ich nach dem Abitur für drei Monate ein PR-Praktikum im Bereich Mode/Beauty/Lifestyle gemacht, bei dem ich mit Stylisten, Redakteuren der Vogue, Cosmopolitan und Instyle sowie Fashiondesignern gearbeitet habe (eigentlich nur 2.5, denn ich wurde gekündigt, aber das ist nochmal eine andere Geschichte), war in 11 Monaten zweimal in Äthiopien, war unerwartet und sehr spontan in vielen neuen Ländern. Nicht nur dass, ich bin von zu Hause ausgezogen und lebe (lebte) in einer WG mit zwei christlichen Mädels, mit denen ich die besten Gespräche über Gott und die Welt habe/hatte. Außerdem arbeitete ich für ein Jahr in einem integrativen Kindergarten und bin momentan im ersten Semester eines Studiums, dass mich für einen Bereich qualifiziert, in dem mich (hoffentlich) Gott haben möchte.

Darum bist du groß, HERR! Denn es ist keiner wie du, und ist kein Gott außer dir nach allem, was wir mit unsern Ohren gehört haben. – 2.Samuel 7;22

Ich lebe zwar momentan genau das Leben, was ich eigentlich nicht wollte. In Nürnberg, ohne ein Auslandsjahr gemacht zu haben,… Aber da wo Gott manchmal die Türen schließt, werden andere Türen (bzw. Fenster) für uns geöffnet, die so viel besser sind, als wir auf den ersten Blick denken.

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In Liebe,

Feben Lisabell

 

Folgst du mir schon?

Instagram: febenlisabell

 

Zum Schluss folgen wie immer ein paar Empfehlungen von mir für dich:

Lieblingslied:

 

Lieblingsvideos:

 

 

Gebet:

Himmlischer Vater,

gelobt seist du für alle Zeit! Ich danke dir für jede Person,

die sich diesen Blogpost durchgelesen hat und dass du, auch

wenn wir es nicht immer erkennen, ein guter Vater,

der das beste für seine Kinder möchte, bist.

Vergib uns in Momenten, wo wir nicht auf deinen Willen hören

und deshalb vor dir fliehen und vermeiden zu dir zu beten.

Ich bitte dich darum, unsere Augen für deine Pläne zu öffnen.

In deinem heiligen Namen,

Amen.

 

Ich wünsche dir noch eine gesegnete Woche!

 

 

 

 

 

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