Gedanken · Persönlich

FÜR ALLE DIE SICH (MANCHMAL) UNSICHTBAR FÜHLEN

 

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Ich habe diesen Satz vor ein paar Minuten gelesen und möchte meine Gedanken und Erfahrungen zu diesem Thema unbedingt mit euch teilen. Heute wird es ein wenig persönlicher…

Bin ich die einzige die sich hin und wieder unsichtbar fühlt?

Mein ganzes Leben hatte ich mit einer Sache zu kämpfen. Erst vor ein paar wenigen Wochen habe ich für mich ganz persönlich die Entscheidung getroffen, das damit jetzt endgültig Schluss ist.

Ich hatte das Gefühl unsichtbar zu sein. Sei es in der Schule, in der gefühlt jeder super extrovertiert war, im Verein, in dem ich kein Ton herausbrachte oder bei Kirchenkonferenzen, bei denen ich am liebsten die gesamte Pause auf dem Mädchenklo verbringen wollte. Ich hatte es sogar geschafft für drei Jahre in einer Jugendgemeinde zu sein und außer den Mädels aus der Kleingruppe mit niemand anderen zu sprechen.

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Das schlimmste dabei war, dass ich wusste, das ich das eigentlich gar nicht war. Nicht die Feben Lisabell, die ich kannte. Eigentlich bin ich eine sehr aufgeschlossene und offene Person, zeigen konnte ich das allerdings nicht annähernd. Stattdessen war ich gefangen in meinen Gedanken, die mir sagten, dass ich langweilig, wertlos und unsichtbar sei. Und genau das strahlte ich auch aus.

Aber fangen wir von vorne an…

Wenn mich andere beschreiben müssten, würden sie glaube ich sage, dass ich das unschuldige, ruhige und nette Mädchen von nebenan sei (dazu später mehr). Daran hat sich seit Jahren nichts geändert. Meine Freunde dagegen, sind seit der Grundschule alle eher die Sorte sehr offen, kommunikativ und bildhübsch. Alles Eigenschaften, mit denen sie unbeabsichtigt viel Aufmerksamkeit auf sich zogen.

In den Jahren vor meinem 10. Lebensjahr hatte ich das Gefühl… Nein, es war sogar die Realität, dass mich niemand beachtete, denn ich war das unschuldige, ruhige und nette Mädchen von nebenan, das gefangen war, in ihren eigenen Gedanken, nicht zu ihrer eigenen Meinung stand, in Gruppensituationen total unsicher erschien und es bevorzugte näher an der Wand als in der Mitte des Raumes zu stehen.

Mir wurde das Gefühl gegeben etwas schlechteres zu sein

was totaler Bullshit ist. Selbst Erwachsene gaben mir dieses Gefühl.  Jedes Jahr wurde beim Elternabend über mich gesagt, dass ich mich in der Schule sehr vorbildlich verhalte, stets gute Noten schreibe, ABER zu zurückhaltend bin. In einem Ton, als wäre mein Verhalten eine Krankheit. Hätten sie nur gewusst, was ihre Aussagen noch Jahre später in mir bewirken. Denn das Gefühl für andere unsichtbar zu erscheinen, setzte sich tief in mir fest und ich begann daran zu glauben.

if the world was blind how many...

Ich dachte, dass sich niemand an meinen Namen erinnern würde oder wer ich überhaupt sei. Gedanken schwirrten in meinem Kopf, die mir sagten, dass sich niemand für mich interessiere.  In unserer Gesellschaft werden Leute, die aufgeschlossen, unterhaltsam und ihre Meinung immer und überall äußern können, gefeiert und insgeheim bewundert. Der Rest wird als langweilig abgestempelt.

Es ist okay, zurückhaltend zu sein. Es ist okay, nicht immer reden zu wollen, sondern auch mal zuzuhören. Es ist nicht schlimm, nicht zu den beliebten Kids zu gehören.

train your mind...

Was mich bei der ganzen Sache am meisten nervte, ist dass ich meine Vergangenheit auf die Zukunft übertrug. Nur weil mir vor meinem 10.Lebensjahr das Gefühl, unsichtbar zu sein, gegeben wurde, bedeutet nicht, dass das mein weiteres Leben bestimmen würde. Davor war es vielleicht die „Schuld“ von anderen, später war es einzig und allein meine Schuld. Ich ging immer und überall davon aus, dass mich niemand kannte, selbst wenn es nicht der Fall war.

Bin ich die einzige, die an „vibes“ glaubt?

Das Jugendwort „vibes“ ist eines dieser Jugendwörter, das es gefühlt schon ewig gibt und immer wieder im Wortschatz von uns auftaucht. Auf sozialen Plattformen, in Internetforen, Chats aber auch im normalen Sprachgebrauch nehmen die „good vibes“ und „bad vibes“ aktuell zu. Für gewöhnlich wird es genutzt, um die Stimmung bzw. Ausstrahlung zu beschreiben.

good vibes

Mit der Zeit begann ich „vibes“ auszustrahlen, die unsicher, mit sich selbst nicht zufrieden und langweilig erschienen. Die „vibes“ eines Menschen, der sich unsichtbar fühlt. Ich weiß, ich weiß, ich haltet mich sicherlich jetzt für völlig verrückt, aber ich sage euch, das stimmt wirklich! Irgendwann begannen mich andere genauso zu sehen und später auch zu behandeln.

People treat you the way you allow them to

Mit der Zeit, ich gebe zu es war ein laaaaanger Prozess, stellte ich fest, dass ich eigentlich gar nicht unsichtbar bin. Ich werde von Menschen wahrgenommen und gesehen. Wie sollte es auch anders sein mit meinen 1,69m. Spaaaaaß! Es können sich tatsächlich andere an meinen Namen erinnern und in Wirklichkeit bin ich weder langweilig noch wertlos. Egal, was andere von mir denken!

Fühlst du dich (manchmal) unsichtbar?

Wenn schon, dann möchte ich dir sagen, dass das nicht der Fall ist! Du bist nicht unsichtbar. Es können sich andere Menschen an deinen Namen erinnern. Ja, sie wissen ganz genau wer du bist, auch wenn sie dir nicht immer das Gefühl geben. Lasst uns aufhören, uns von der Meinung anderer über uns abhängig zu machen. Lasst uns aufhören, unseren Wert von äußeren Umständen abhängig zu machen. Du bist weder langweilig noch bist du unsichtbar. Stattdessen bist du geliebt und einzigartig.

do

Diese Entscheidung muss jedoch jeder für sich selbst treffen. Du hast die Möglichkeit, dass damit ab heute endgültig Schluss ist. Sage dir selbst, dass du nicht unsichtbar bist, und glaube an diese Aussage. Ich sage dir, in der Sekunde, in der du diese Worte aussprichst und daran glaubst, wird sich alles verändern. Eine 180 Grad Wendung um genau zu sein.

Was mir persönlich am meisten geholfen hat, ist dass ich wusste, dass es jemanden gibt, der egal, was andere von mir denken, an mich glaubt. Der mich liebt und wunderschön findet, auch wenn ich es nicht sehen kann. Der mir Hoffnung schenkt, selbst wenn ich verzweifelt bin. Der mich sieht, wenn ich mich unsichtbar fühle. Und das ist Gott!

pray more

Er hat mir in diesen Momenten so sehr geholfen. Denn er ist lebendig und erhört meine Gebete.

Ob ich mich immer noch unsichtbar fühle?

Mein kurze Antwort auf diese Frage lautet: Nein! Niemand auf dieser Welt ist unsichtbar. Du bist nicht besser oder schlechter, wenn du zu der Sorte Mensch „ruhig, unschuldig und nett“ gehörst. Genauso wie auch die Sorte Mensch „selbstbewusst, lustig, kommunikativ“ weder besser noch schlechter ist.

Ich mache meinen Wert nicht mehr von den Aussagen anderer Menschen, die mich womöglich sogar nicht kennen, abhängig, sondern einzig und alleine von meinem Vater im Himmel.

always look on the bright side

 

In Liebe

Feben Lisabell

 

Folgst du mir schon?

Instagram: febenlisabell

 

Zum Schluss folgen noch ein paar Empfehlungen von mir für dich:

 

Lieblingslied:

Lieblingsspruch:

lego

Lieblingsvideo

Best Of Instagram

 

 

 

Gebet

Lieber Vater,

danke, dass du uns in der letzten Woche beschützt und begleitet hast.

Danke, dass du uns liebst, auch wenn wir uns nicht lieben.

Danke, dass du uns Hoffnung schenkst, selbst wenn wir keine mehr finden.

Danke, dass wir in deinen Augen nicht unsichtbar sind.

Es tut uns leid, dass wir dich so oft enttäuschen, aber danke, dass

du uns wieder aufnimmst in dein Haus.

So wie wir diese Woche mit dir abgeschlossen haben, so wollen wir auch

in die nächste Woche mit dir starten.

In deinem Namen, der Kraft beten wir,

Amen

 

Ich wünsche dir einen gesegneten Start in die nächste Woche!

 

 

 

 

 

 

 

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