Persönlich

WIESO ICH LERNEN MÖCHTE, SELBSTLOSER ZU SEIN

Ihr Lieben,

ich hoffe, dass euch meine kleine Mini-Serie über meinen Job beim Radio gefallen hat. Täglich habe ich euch über Instagram mit zu meiner Arbeit genommen und schrieb nach Feierabend noch ein bisschen über das, was ich beim Radio so machte.

Falls euch die Blogposts zu meiner Serie interessieren, habe ich euch hier nochmal alles verlinkt: Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag.

Eine Bitte hätte ich noch an euch, bevor ich mit dem Thema des heutigen Posts anfange: Falls ihr Themenvorschläge für Blogposts oder andere Serien habt, dann bitte her damit. Ich freue mich immer total darüber.

Selbstlos sein. Diese zwei Worte beschäftigen mich schon seit einer ganzen Weile. Häufig stelle ich mir die Frage, ob ich selbstlos sei und komme leider zum Schluss, dass ich diese Frage mit „Nein“ beantworten muss. Da muss ich ganz ehrlich zu euch sein.

Natürlich habe ich meine Momente, in denen ich selbstlos handle bzw. versuche selbstlos zu handeln. Ganz so sehr bin dann auch wieder kein Unmensch.

Ich habe ein paar Leute in meinem Bekanntenkreis, die echte „Ride or Die“-Friends sind. Das sind die Leute, die du zu jeder Zeit anrufen kannst und ohne wenn und aber, sofort vor deiner Haustür stehen oder auch die Leute, die dir vom ganzen Herzen helfen wollen, ohne darauf zu schauen, was für sie selber rausspringt.

Und wenn ich an dieser Stelle ehrlich zu euch bin, bewundere ich diese Sorte Mensch total. Ich würde auch gerne so sein. Eigentlich gar nicht mal so schwer. Was meint ihr?

Ich möchte euch eine Geschichte aus meinem Leben erzählen, die sich genauso in der letzen Woche ereignet hat:

In der letzten Woche ist die Mutter einer guten Bekannten aus der Kirche verstorben. Ich habe sowohl Mutter als auch Tochter jahrelang gekannt und habe beide sehr lieb. Wenn bei mir in der Kirche jemand verstirbt, bietet die Kirche den Raum um mit den Angehörigen zu trauern und in eine Zeit des Gebets zu gehen.

Mein Problem bzw. meine Herausforderung war jedoch, dass ich in genau diesen Tag der Trauer Vollzeit gearbeitet habe, wahnsinnig viele sehr wichtige Termine und wirklich kein freies Zeitfenster hatte. Jeden Tag habe ich immer so lange gearbeitet, dass ich die Trauerfeier verpasst habe und sobald alle wieder auf dem Nachhauseweg waren, erst ankommen würde.

Würde ich also nach der Arbeit in die Kirche gehen (und was nicht in meinem Zeitfenster eingeplant war), in der das Programm schon fertig ist, sich alle auf dem Nachhauseweg begeben, bedeutet es nur reinsten Stress für mich, sehr wichtige Termine verschieben ist angesagt und ich muss mehrere Nachtschichten einlegen.

Und das alles „nur“ sodass ich die Tochter der verstorbenen Frau für 2 Sekunden umarmen kann und zeige, dass ich für sie da bin.

Ich hoffe, ihr versteht worauf ich hinaus möchte. Für mich würde es, wenn man sich den Nutzen für mich ansieht, 0% lohnen nur für zwei Sekunden hinzugehen und dafür sehr viel Stress auf mich zu nehmen. Andererseits möchte ich für sie da sein.

Jetzt stellt sich die Frage: Gehe ich für die 2 Sekunden hin oder eben nicht?

Um die Frage zu beantworten: Ich bin natürlich ohne wenn und aber in die Kirche gegangen, wollte in dieser schwierigen Phase für sie da sein, egal was kommt.

Eine zweite Geschichte ist:

Vor ca. 2 Wochen war eine Hochzeit, auf der jeder, der möchte einen Kuchen backen konnte bzw. wenn eher möglich sollte. Ich sollte einen Tiramisu vorbereiten.

Da stellte sich die Frage für mich, und das sind auch wirklich nur ganz kurzen Mini-Gedanken gewesen: Bereite ich einen Tiramisu vor, obwohl ich keine Ahnung habe, wie man den backt und deshalb ein paar Tage vorher einen Probe-Tiramisu zubereiten muss, und eigentlich keine Zeit habe, mich auch nur 10 Minuten in die Küche zu stellen, weil ich in dieser Woche die schlimmsten Klausuren schreibe und auch so schon jeden Tag bis 5:30 Uhr morgens auf war, weil ich auch in den Nächten gelernt habe.

Oder sage ich ganz entspannt habe ab, mit der Erklärung: Ist mir persönlich zu stressig wegen den Klausuren, kann bitte jemand anderes übernehmen.

Natürlich habe ich mir ganz viel Mühe gegeben beim Kuchen, einen Probe-Tiramisu gemacht, … und mit ganz viel Liebe zubereitet, einfach weil ich, auch wenn es nur ein Tiramisu ist, etwas kleines zu dieser (btw wunderschönen!!!) Hochzeit beitragen wollte und das Ehepaar total lieb habe.

Ich hoffe, ihr versteht, was ich mit diesen zwei Geschichten aussagen wollte und denkt jetzt nicht von mir, dass ich ein Geizkragen oder der größte Egoist auf Erden bin.

Um beim Thema dieses Blogpost zu bleiben…

Hin und wieder nervt mich an mir, dass es überhaupt zu diesem Mini-Gedanken kommt. Ich möchte das auch eigentlich gar nicht, aber manchmal überkommt mich das einfach.

Ist das normal und bei euch auch so oder bin ich die Einzige? Bin ich also jetzt ein Egoist?

Ich möchte für meine Freunde und Nicht-Freunde da sein, auch wenn mir das am Ende des Tages (und wie ich in meinem Studium gelernt habe) keinen Nutzen bringt. Aber am Ende des Tages geht es nicht immer darum, was MIR den größten Nutzen bringt und was für MICH das Beste ist.

Ich möchte lernen, in der nächsten Zeit (und eigentlich immer) den Fokus weniger auf mich selbst zu legen, sondern mehr auf Andere mit ihren Bedürfnissen zu schauen.

Denn – und wie schon zwei Absätze vorher beschrieben – es geht nicht immer um mein Leben, meine Bedürfnisse und generell mich, mich und nochmal mich, sondern um viel mehr.

Allerdings ist es für mich nicht immer so leicht umzusetzten, selbstlos zu sein, wenn man relativ viel um die Ohren hat. Hin und wieder wünsche ich mir die Zeit zurück, in der ich „nur“ Vollzeit in einem Kindergarten gearbeitet habe, auf Social-Media Detox war für ein Jahr und (tmi) bis auf meine Kirchenfreunde, nicht mehr so viele andere Freunde hatte.

In dem Jahr nach meinem Abi hatte ich so viel Zeit und konnte viel mehr für Leute da sein, habe ich das Gefühl, und jetzt in diesem Jahr habe ich so viel um die Ohren, habe einen relativ großen Freundeskreis und bin immer busy, weshalb ich nicht mehr so sehr für andere, zumindest nicht in dem Ausmaß wie ich gerne würde, da sein kann.

Kann mir da irgendjemand von euch weiterhelfen? Wenn schon, dann bitte her mit den Tipps. Am besten schreibt ihr eure Tipps direkt in die Kommentare, sodass sich die anderen Leser eure Tipps auch gleich durchlesen können – ich würde mich freuen.

Was mir bei meiner Challenge, selbstloser zu sein, sehr geholfen hat bzw. hilft, war es die Psalm-Lieder zu lesen, aber das ist nochmal ein ganz anderes Thema für sich! Ich kann euch total empfehlen, auch mal in das Psalm-Buch zu schauen und euch die Kapitel durchzulesen.

Bisher hat wirklich jedes Kapitel direkt in meine Situation gesprochen!

Ach ich weiß auch nicht… Das ist eine Eigenschaft an mir, die mich wirklich sehr stört. Aber ich hoffe und bete dafür, dass ich lerne mit der Zeit selbstloser zu werden und wenn euch das interessiert, kann ich das Thema und meine „Entwicklung“ in zukünftigen Blogposts thematisieren.

Natürlich ist es wichtig, sich dabei nicht selbst zu verlieren. Ich habe ein paar Freunde, bei denen genau das Gegenteil der Fall ist. Am Besten ist die gute Mitte aus beidem: Selbstlos sein und sich dabei nicht selbst verlieren und ausgenutzt werden.

Das war´s auch schon für heute. Mir ist es sehr wichtig, dass ich euch mit auf meine kleine Reise nehme und auch mal nicht so tolle Eigenschaften an mir mit euch teile.

Was ist eine Eigenschaft, die du an dir nicht so magst? Hinterlasse mir gerne einen Kommentar oder schreibe mir direkt auf Instagram – ich würde mich sehr freuen und mich dann auch nicht mehr so alleine mit meinem „Egoismus“ fühlen

In Liebe

Feben Lisabell

Folgst du mir schon?

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Privater Account: febenlisabell

YouTube: Feben Lisabell

Zum Schluss folgen noch ein paar Empfehlungen von mir für euch:

Lieblingssong

Interessante Videos

Lieblingsspruch

Gebet

Herr,

ich bitte dich darum, mir zu helfen, so wie du es bist, selbstlos zu sein. Ich möchte lernen nicht darauf zu schauen, was in einer Situation für mich persönlich rausspringt, sondern für andere ohne auf meine Nutzen zu schauen, da zu sein.

Danke, dass ich weiß, dass du mir auf diesem Weg helfen wirst und danke, dass ich weiß, dass du auch meinen Lesern auf ihrer Reise, ähnlicher so wie du zu weren, helfen wirst.

In Jesus Namen,

Amen.

Ich wünsche euch noch einen schönen Tag!

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