PREDIGT VORBEREITEN – 5 TIPPS FÜR DEINE NÄCHSTE PREDIGT

Du machst in ein paar Tagen die Predigt und hast keinen Plan, wie du eine Predigt vorbereitest, weil es dein erstes Mal ist? Du hast schon ein paar Predigten hinter dir, brauchst (oder möchtest) aber trotzdem noch ein bisschen Input? Perfekt! Im heutigen Artikel gebe ich dir Tipps, was du am besten tust, wenn du eine Predigt vorbereitest.

Nachdem ich in den letzten Wochen selbst zweimal in der Predigtvorbereitung steckte und euch über Instagram dabei mitgenommen habe, wird es nun höchste Zeit, hier auf dem Blog näher auf das Thema einzugehen.

Eines vorneweg: Es erwartet euch zum Schluss eine Mini-Umfrage, die ich vor wenigen Wochen mit ein paar Leuten geführt habe. Sie werden ihre größten Tipps in der Vorbereitung einer Predigt mit euch teilen.

Hier sind meine fünf Tipps für deine nächste Predigt:

1)

STARTE MIT GEBET UND LOBPREIS

Denn Gott alleine ist es, der während der Predigt zu den Menschen sprechen soll. Frage Gott während deiner Anbetungszeit, was das Thema deiner Predigt sein könnte und bitte Gott darum, durch dich zu sprechen sowie dich zu gebrauchen.

Es ist nicht nur besonders wichtig, vor der Predigt/Andacht eine persönliche Beziehung zu Gott zu führen. Für jeden, der an Jesus glaubt, sollte Gebet + Lobpreis ein Lifestyle sein. Zumal wir dazu geschaffen wurden, Gott bis zu unserem letzten Atemzug, mit allem, was wir sind, zu loben.

Ich will den Herrn loben allezeit; sein Lob soll immerdar in meinem Munde sein. – Psalm 34,2

Lobpreis ist der Ausdruck der persönlichen Beziehung zwischen Gott und Mensch.

2)

SEI DIR DEINER VERANTWORTUNG BEWUSST

Als jemand, der die Predigt macht, sowie andere Menschen über Gottes Wort lehrt, ist es total wichtig, nur das auszusprechen, womit Gott einen beauftragt hat. Als Prediger sollten nicht wir in den Vordergrund rücken, sondern alleine Gott! Mehr von Gott und weniger von uns Menschen ist dabei ganz klar das Motto.

Bei einer Predigt (und in eigentlich jedem Dienst) geht es darum, Gott zu verherrlichen, indem man sich von ihm gebrauchen lässt und ein Gefäß darstellt. Kennt ihr das Lobpreislied „New Wine“ von Hillsong?

Das Lied „New Wine“ ist seit Jahren eines meiner Lieblingslieder und ganz besonders die eine Strophe hat es mir angetan. Diese drei Sätze zeigen deutlich, worum es geht.

I came here with nothing. But all you have given me. Jesus bring new wine out of me.

Fange bloß nicht an, an deine eigene Kompetenz zu glauben. Natürlich, mit der Zeit wirst du an Erfahrung gewinnen und weniger aufgeregt sein, vor anderen Menschen zu sprechen.

Doch am Ende des Tages sind nicht wir es, die aus eigener Kraft über Gottes Wort sprechen und Menschen berühren, sondern alleine Gott. Alles liegt in seiner Hand. Stattdessen ist es wichtig, Gott dankbar zu sein, überhaupt von ihm gebraucht zu werden.

3)

SUCHE DIR EIN THEMA BZW. EINE BIBELSTELLE

Predigt oder Lehre? Vorgegebenes Thema oder freie Themenwahl? Gibt es eine Zeitbegrenzung oder darfst du entscheiden, wie lange das Wort gehen wird?

Nachdem du ins Gebet gegangen bist und dir deiner Verantwortung als jemand, der Gottes Wort weitergeben wird, bewusst geworden bist, ist es besonders relevant, dir der Formalia klar zu werden.

In der Theorie gibt es keine perfekte Predigtlänge. Zumal es immer auf verschiedene Faktoren ankommt. Persönlich empfinde ich jedoch, 45 Minuten bis knapp über eine Stunde als einen guten Anhaltspunkt.

So besteht die Möglichkeit tief ins Wort zu gehen (was unbedingt die Grundlage der Predigt sein sollte!) + nicht nur „empowernde“ Bibelverse aneinanderzureihen, um die eigene These oder das Thema zu stützen. Und du kratzt nicht nur an der Oberfläche deines Themas.

Gliedere deine Predigt. Versuche gegebenenfalls Beispiele, Zeugnisse und/ oder Tipps miteinzubauen. Hast du ganz persönlich mit dem Thema deiner Predigt Erfahrung gemacht? Dann gerne miteinbauen.

Für wen ist deine Predigt?

Auch ein super wichtiges Thema. Eine Predigt für Jugendliche kann sich extrem von einer Predigt für Erwachsene unterscheiden. Zwar kann das Thema das Gleiche sein, dafür kann ich dir empfehlen, die Predigt anders aufzubereiten.

Sei es andere Beispiele und Aufmacher zu verwenden oder auch die Predigt für Jugendliche lebensnaher bzw. weniger komplex zu gestalten.

4)

STUDIERE SEIN WORT

Arbeite unbedingt mit mehreren Überzetzungen. Bloß nicht nur mit einer. Ich arbeite zum Beispiel mit der Schlachter, Elberfelder, Hoffnung für alle und der Neuen Genfer Übersetzung.

Das kann zum Beispiel nötig sein, wenn du eine Lehre vorbereitest, und du das Wort studierst. Stichwort: Biblestudy-Time! Mit „das Wort studieren“ ist gemeint, dass du dir jedes der verwendeten Wörter genau anschaust, sogar analysierst, und diese versuchst, zu verstehen.

Arbeite gerne mit einem Bibellexikon, um den Kontext der Zeit besser nachvollziehen zu können. Bibellexika werden in der Vorbereitung deiner nächsten Predigt echte Game-Changer sein. Promise!

5)

VERTRAUE AUF GOTT

In allem, was du tust, vertraue auf Gott. Sei nicht aufgeregt und habe keine Angst vor der Predigt, die dir bevorsteht. Ganz besonders, wenn es deine allererste ist, denn Gott steht dir bei und er wird dir helfen.

Hoffnung schenken, kann dir ein Vers in Philipper 4:13, der mein Leben in den letzten Wochen in so vielen Bereichen verändert und völlig auf den Kopf gestellt hat:

Ich vermag alles durch den, der mich stark macht: Christus.

Was für ein Vers!

MINI-UMFRAGE: MEIN GRÖßTER PREDIGTTIPP

„Verstehe, dass deine Predigt eine Message ist und kein Religionsvortrag/Relireferat.“

„Sei nicht aufgeregt oder nervös (vor allem wenn es deine erste Predigt ist), denn Gott möchte durch dich, Menschen verändert + hat dich bereits mit dem ausgestattet, was du für die Predigt benötigst.“

„Am besten bereitest du dich auf eine Predigt vor, indem du es dir unabhängig von deiner Predigt zur Gewohnheit machst, dich ständig mit dem Wort Gottes zu beschäftigen und darüber nachzudenken.“

„Wähle am Anfang ein Thema aus, zu dem du auch schon vor deiner Predigtvorbereitung einen Bezug hattest. Und eine Bibelstelle, mit der du dich bereits auseinandergesetzt hast, die dir am Herzen liegt und in der du dich sicher fühlst.“

„Es kommt nicht auf deine Performance an, sondern du repräsentierst alleine Gott.“

„Dein Leben sollte eine Predigt sein. Lebe das aus, was du während deiner Predigt sagst, und stehe voll und ganz dahinter. Du kannst nicht erst nachdem du etwas gesagt hast, dahinter stehen, sondern solltest das schon eine sehr lange davor tun und durch den Prozess der Veränderung gegangen sein.“

„Predige dein Leben. Du darfst offen, ehrlich und authentisch sein, sogar von eigenen Fehlern + Zeugnissen erzählen, solange diese zum Thema und der Lebenssituation der Zuhörer passen und ihnen weiterhelfen könnten.“

„Mache dir weniger Druck in der Vorbereitung. Stattdessen vertraue auf Gott + seine Stimme und fange an, zu beten.“

Ich hoffe und bete, dass euch dieser Blogpost hilft

Schreibt mir gerne in die Kommentare oder direkt auf Instagram, was euer größter Predigttipp ist. Das würde mich und sicherlich auch die Leser unheimlich interessieren sowie weiterhelfen.

UND zu welchen (Glaubens-)Themen wollt ihr in Zukunft Artikel auf dem Blog lesen. Hinterlasst mir eure Antworten gerne in den Kommentaren oder auf Instagram. Ich freue mich immer total, von euch zu hören.

In Liebe

Feben Lisabell

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Zum Schluss habe ich noch ein paar Empfehlungen von mir für euch:

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MATTHÄUS 8, 23- 27

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Gebet

Jesus, danke für den tollen Start in diese Woche. Danke, dass du den gesamten letzten Monat mit uns allen warst.

Helfe uns bitte dabei, zu verstehen, auf was es bei einer Predigt ankommt. Wir, als deine Diener, wollen uns von dir gebrauchen lassen.

Ich bete für eine neue Generation an Menschen in Deutschland und auf der ganzen Welt, die dich bis zum letzten Atemzug und mit allem, was sie sind, zu loben + verherrlichen.

In Jesus Namen

Amen.

Ich wünsche euch noch eine tolle und gesegnete Restwoche!

2 Kommentare zu „PREDIGT VORBEREITEN – 5 TIPPS FÜR DEINE NÄCHSTE PREDIGT

  1. O ja, Predigten und Lehren sind eine große Verantwortung! Und ein sehr guter Hinweis ist es, mehrere Übersetzungen zu benutzen, denn „jede Übersetzung übt Ersetzung“ sagte mein Schwiegervater Pinchas Lapide. Und ich möchte zu deinem Rat noch hinzufügen: Ziehe auch das Hebräische hinzu und die hebräischen Wurzeln, ohne die das NT nicht zu verstehen ist. Ich habe erlebt, wie schmerzhaft es war zu erkennen, dass meine damaligen Prediger mir diese jüdischen Wurzeln vorenthalten haben. Die Botschaft der Schrift verliert nicht durch die jüdische Wurzel und das jüdisch-hebräische Denken sogar im NT, sondern es gewinnt ungemein. Auf meiner Blog-Seite versuche ich das zu erklären. Gottes Wort ist zu wichtig, als das wir einen Teil davon ausblenden.
    Gottes Segen und Schalom

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