MEIN JAHR 2020 – EIN RÜCKBLICK

Ihr Lieben,

ich kann es gar nicht so recht glauben, aber heute ist tatsächlich der 31.Dezember 2020. Wow, was für ein Jahr! Hätte mir jemand vor einem Jahr erzählt, dass wir im Jahr 2020 Masken tragen würden, fast keine Menschen treffen würden und ich total spontan nach München ziehen werde, ich bin mir ganz sicher, dass ich die Person ausgelacht hätte.

Gott ist einfach so unglaublich. In diesem Jahr sind so tolle Dinge passiert, ich bin wahnsinnig gesegnet, habe tolle Möglichkeiten erhalten, bin persönlich gewachsen und habe viel über mich gelernt. Aber es war auch nicht immer alles rosig und einfach. Dennoch bin ich auch sehr dankbar für diese Momente in meinem Leben und Emotionen.

Wo fange ich am besten mit meinem Jahresrückblick an? Mit den Highlights, mit meinen Learnings oder doch lieber chronologisch? Ich glaube, ich fange chronologisch an.

Januar

In der ersten Januarwoche bin ich mit meinem The Saved Girl Podcast online gegangen. Für mich war das total aufregend, ich wusste nicht so recht, was mich erwarten würde und ich war auch ein klein wenig unsicher. Wieso? Beim Bloggen kann man sich eigentlich echt gut hinter den eigenen Texten „verstecken“, bei einem – vor allem persönlichen – Podcast, allerdings nicht. Ich habe anfangs echt persönliche Gedanken geteilt und das war für mich anfangs echt ungewohnt.

Die, die mir schon länger folgen, wissen das wahrscheinlich, aber ich habe früher wöchentliche Vlogs hochgeladen, in denen ich euch in mein Leben mitgenommen habe. Das war allerdings vor drei Jahren. Und mich jetzt wieder so zu öffnen, war ein bisschen ungewohnt. Mittlerweile sind die ersten fünf Folgen des The Saved Girl Podcast auch nicht mehr online, denn ich habe meinen Podcast im Sommer relauncht, aber dazu komme ich später.

Im Januar bzw. Ende Dezember habe ich eine Zusage für ein Auslandssemster erhalten und ich war voller Freude. Auf der anderen Seite war ich auch unsicher, was meine „journalistische Zukunft“ anbelangt. Nach meinem Praktikum im letzten Jahr habe ich so viel Freude, am journalistischen Arbeiten gefunden. Auch wenn mir nach meiner Hospitanz eine Jobmöglichkeit angeboten wurde, war ich mir mit allem unsicher und habe vor allem echt an mir und meinen Fähigkeiten gezweifelt.

Februar

Im Grunde genommen hat meine Quarantäne bereits im Februar bzw. eigentlich sogar schon im Januar begonnen, denn ich habe fleißig für meine Uni-Klausuren gelernt und habe kaum mein Studentenappartment verlassen. Oft habe ich auch an meinem Studium gezweifelt: Ist das das richtige für mich? Möchte ich nicht doch lieber, etwas anderes studieren? Wieso bin ich so unzufrieden?

Im Januar war ich besonders dankbar für meine Uni-Freundinnen. Dass ich mich mit ihnen austauschen darf und sie immer für mich da sind. Dass sie etwas in mir sehen, was ich bislang noch nicht so ganz sehen kann.

Im Februar gab es leider eine längere Pause auf dem The Saved Girl Insta-Account. Ich war unzufrieden mit allem. Wollte etwas verändern, nur was genau, das wusste ich nicht. Im Februar habe ich einen Anruf bekommen für meinen aktuellen Job und ich war einfach nur geflasht, dass ich es in die nächste Runde geschafft habe.

Im Februar habe ich – ganz besonders wegen meiner Klausurenphase und meines zu dem Zeitpunkt Nicht-Informiert-Seins – mir noch keine Sorgen um Corona und Co. gemacht.

Und Ende Februar, genauer gesagt am 28.Februar, ist eine für mich bewundernswerte Person und einer meiner größten Vorbilder in so vielen Bereichen, obwohl ich die Person nicht einmal persönlich getroffen habe, total unerwartet und wahnsinnig jung an einem Auto-Unfall gestorben. Und wie mich das mitgenommen hat…

Ich bin wahnsinnig dankbar, für das, was Gott alles mit ihm gemacht hat und was Gott durch ihn bewirkt hat. Wenn ich auch nur 5% von dem abbekommen würde, könnte ich glücklich sterben.

März

Klausurenphase done!! Yeah! Ich habe angefangen meinen für Anfang April geplanten Äthiopien-Urlaub zu planen. Was für eine Freunde. Ich liebe Äthiopien. Und ich liebe es meine Familie zu besuchen. Mit meinen Verwandten war auch zwei Reisen geplant, auf dich ich mich echt gefreut hatte. Doch Mitte März war es soweit: Es kam zum Lockdown. Krass. Damit habe ich nicht gerechnet.

Erstmals mit Masken rumzulaufen war für mich wahnsinnig ungewohnt. Zwei Tage nach dem Start des Lockdowns ist eine sehr nahe Verwandte von mir in Äthiopien verstorben. Schock. Allerdings waren die Grenzen verschlossen, sonst wären wir nach Äthiopien geflogen. Gott, du bist auch in schwierigen Zeiten gut. Daran möchte ich bis zu meinem letzen Atemzug glauben.

OMG! Ich habe eine Zusage aus München bekommen. Whaaaat?! Ich komme nicht darauf klar. Ich werde nach München ziehen. MItten in meinem Studium und bin mit 20 festangestellt bei der ARD. Ähhh okay. Krass. Ich weiß nicht so ganz, was ich sagen und denken soll. Ich behalte es aber noch für mich.

April

Auf dem The Saved Girl Instagram Account passiert wieder total viel. Wie cool! Darauf habe ich schon so lange gewartet. Und wer hätte das gedacht, aber ich habe Video-Apps wie Zoom und Co. jetzt auch im privaten für mich entdeckt. Ich habe es so genossen, mit Freundinnen und Freunden zu videochatten.

Den Hype um Houseparty habe ich allerdings nicht so ganz verstanden, war aber auch nur an einem Tag online und irgendwie nicht so wirklich beeindruckt von allem. Was solls. Tik Tok Boom? Was haben alle an Tik Tok, denke ich mir. Bin ich mit meinen jungen 20 Jahren bereits zu alt für die App. Und Bananenbrot habe ich auch nicht angefangen zu backen.

Im April habe ich angefangen, täglich um die Stadtmauer zu laufen und es hat so viel Spaß gemacht. Ich erinnere mich mit großer Freude an diese Zeit zurück und vermisste wahnsinnig mein Studentenappartment. Ich hoffe, dass es schon bald ein Come-Back in meiner favourite-Gegend in Nürnberg geben wird.

Im April habe ich auch Haferflocken für mich entdeckt. Früher konnte ich Haferflocken gar nicht ausstehen, aber jetzt. Was für ein Traum. Vor allem mit Zimt gekocht und kleingeschnittenen Früchten. Ein Traum!

Mai

Endlich! Es wird wärmer in Nürnberg. Und.. ich darf mich endlich wieder mit Menschen (außer meiner Familie natürlich) treffen. Also treffe ich mich hin und wieder auf ein Eis mit Freundinnen im Park, gehe spazieren. I love it!

Ich stelle mir immer wieder die Frage, wie wohl München sein wird. Werde ich eine Wohnung finden? Was werde ich lernen? Bin ich überhaupt geeignet? Wie werden meine Kolleginnen und Kollegen sein? Was möchte ich eigentlich?

Ich fange wieder fleißig an zu podcasten. Sonst ist im Mai eigentlich nicht so viel passiert. Ahhh, jetzt fällt mir doch noch eine Sache ein. Ich erzähle meinen Freundinnen, dass ich nach München ziehen werde. Endlich ist es raus. Puuuh! Ich bin aufgeregt auf das neue Kapitel, das mich erwarten wird. Nur weiß ich noch gar nicht so richtig, was mich eigentlich erwarten wird.

Ende Mai habe ich mich außerdem total spontan mit sehr guten Freundin von mir und ihrem Mann in Nürnberg getroffen. Für uns beide war die Zeit sehr aufregend, denn wir standen beide vor einem größeren Umzug und vielen Veränderungen.

Juni

Bye Bye Nürnberg. Hello Munich, i guess. Obwohl ich drei Monate vor meinem Umzug wusste, dass es für mich nach München gehen würde, ging alles so unglaublich schnell. Ich habe ein tolles Zimmer, in einer tollen Lage in München gefunden. Gott, du bist soo gut!

Außerdem habe ich versucht, die letzten Sommertage in Nürnberg zu geniessen. Und ich habe es wahnsinnig genossen. Im Sommer ist mir außerdem klar geworden, wer meine wahren Freundinnen sind. Mit wem ich gerne Zeit verbringe und verbringen möchte. Mir ist klar geworden, wie krass wertvoll Gemeinde und Jugend ist.

Ich hätte mich so gern persönlich von ihnen für das Jahr „verabschiedet“, aber das ging leider nicht. Vielleicht war das auch gut so. Ich habe die Zeit mit meiner Familie genossen. Und ich hatte viele gute Gespräche, die mich total ermutigt haben.

Anfang Juni und ich gehe meine Freundin direkt in Köln besuchen. Die Kölner Innenstadt haben wir sowas von unsicher gemacht und waren viel im Bergischen Viertel. Das hat sich echt angefühlt wie Urlaub. Auch wenn es nur ein Day-Trip war. Ich habe das gebraucht.

Juli

Ich bin in München angekommen und so viel Neues hat mich erwartet. Eine neue Wohnung, ein neuer Job, meine alten Jobs habe ich dafür gekündigt, kein gewohntes Umfeld, ein neues Abenteuer, das mich erwartet.

In der ersten Woche hatten wir echt tolle Kennenlern-Dates, hatten echt lehrreiche Workshops und ich hatte eine Podcast-Experimentierphase. Dabei durfte ich meine ersten Interviews führen, die für mich damals total aufregend waren. Und ich habe meinen ersten Podcast sehr hinterfragt. Das hat viele Gründe. Und ich habe mich dazu entschieden, meinen Podcast zu relaunchen und nicht mehr so privat zu werden. Mir ist klar geworden, dass ich meine Privatsphäre schützen sollte und das war anfangs nicht ganz so einfach zu verstehen.

Im Juli habe ich meine Freunde vermisst. In Nürnberg habe ich vor Corona jeden Tag etwas mit Menschen unternommen. Und jetzt.. irgendwie so gar nicht mehr. Anfangs war das echt ungewohnt, jetzt habe ich mich auf jeden Fall eingegroovt.

August

Ich werde 21. Krass. Ich bin einfach 21 Jahre alt. Einerseits fühle mich wie ein Baby und noch total jung. Auf der anderen Seite arbeite ich auch in Vollzeit und bin keine Studentin mehr.

Und ich habe angefangen für eine Serie zu arbeiten, wie aufregend! Ich habe wahnsinnig tolle Einblicke bekommen und konnte so unglaublich viel lernen. Das möchte ich auf gar keinen Fall missen.

Im August entstand auch die Idee für den Inside Medien Podcast. Ich kann mich noch so gut an den Moment erinnern. Mir das Konzept für den Podcast auszudenken, ging eigentlich relativ schnell. Mir aber einen Namen auszusuchen, puuuh, hat das lange gedauert. Wieso ich mit dem Podcast anfangen wollte? Um mehr über die Medienbranche zu verstehen, anderen jungen Medienmenschen wie mir zu helfen und Einblicke zu verschaffen sowie mehr Leute aus der Branche kennenzulernen, im Podcasten besser zu werden, … es gibt so viele weitere Gründe.

Ende August habe ich endlich wieder einen Großteil meiner Freunde aus der Kirchenjugend gesehen. Das war sooo schön und hat mich unglaublich gefreut. Ich habe es so genossen zum Schluss mit Menschen wieder Gott und Jesus zu anbeten. Das hat meine Seele gebraucht.

September

Yeahh! Mein allererster Urlaub. Entspannung pur, wobei.. Ich habe echt viele Podcastfolgen für den Inside Medien Podcast aufgezeichnet und es hat echt viel Spaß gemacht.

Ich bin so dankbar, dass so viele Menschen gleich zugesagt haben. Falls das hier jemand von euch liest, vielen vielen Dank!!

Außerdem habe ich viele weitere Formatideen, die ich in nächster Zeit launchen möchte. Dafür bin ich schon fleißig am Planen und konzeptionieren. Coming in 2021, sag ich nur.

Sonst ist im September eigentlich echt nicht so viel passiert. Ich kann mich leider an nichts Signifikantes mehr erinnern. Schade eigentlich.

Oktober

Der Medien Podcast geht endlich online. Ich kann es kaum glauben. So cool einfach, ich bin so unglaublich dankbar für diese Möglichkeit und wahnsinnig tolle Gespräche.

Im Oktober habe ich meine erste Radioreportage gemacht aus dem Bordell. Für mich war das eine echt krasse Erfahrung. Und ich durfte wahnsinnig interessante Gespräche führen mit Sexarbeiterinnen und einer Bordellbetreiberin. Ich werde das nie in meinem Leben vergessen. Nie.

Im Oktober war ich weiter an vielen neuen Formaten gefeilt und gearbeitet. Ich freue mich so krass, wenn ich euch endlich mehr erzählen darf. Wisst ihr wofür ich dankbar bin? Dass ich immer echt viele Ideen habe. Manchmal habe ich so viele Ideen, dass ich nicht weiß, wohin mit den ganzen Ideen.

November

Im November durfte ich das allererste Mal moderieren. Das war eine echt spannende Erfahrung für mich und ich habe den größten Respekt vor allen, die professionell moderieren. Wirklich!! In meinem Job durfte ich echt viel lernen und es liefen meine ersten Radiobeiträge im Radio – yeah!

Was ist noch so im November passiert: Ich habe viel mit Freundinnen telefoniert, habe mein Leben genossen, habe Gemeinschaft und Gemeinde so unglaublich vermisst. So sehr, dass ich das eigentlich nicht so richtig in Worte fassen kann, wie sehr ich sie vermisst habe.

Wir haben an Hauskreisen gearbeitet und waren kurz davor wieder zu starten – yeah!

Dezember

Ich habe endlich eine ganze Woche mit meiner Familie verbracht. Wow! Das war echt toll. Und es fand die allererste Yadahome-Konferenz statt. So gut! Wenn auch nur online. Für mich waren die drei Tage ein echter Segen.

Ich habe im Dezember wieder Freundinnen getroffen. Es liefen vier Radiobeiträge von mir. Und ich bin sehr kurz davor eine echt coole Sache zu dropen. Ich sage nur: Stay tuned und folgt mir auf Instagram, um nichts zu verpassen!

Das war mein Jahr 2020. Für alle, die es bis hier nach unten geschafft haben: I love you, I appreciate you!

Wünsche euch ein gesegnetes Jahr 2020. Hab euch ganz doll lieb. Hoffe, dass ihr auch im nächsten Jahr ganz fleißig meine Posts liest. Betet gerne für mich. Bis dann.

Alles Liebe

Feben Lisabell

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Gebet

Danke, Jesus! Danke, Herr! Ich bin dir einfach zu unfassbar dankbar. Danke, dass du immer bei mir warst, egal um was es ging. Danke Herr, dass ich lebe und gesund geblieben bin.

Danke für diese tollen Möglichkeiten, die du mir geschenkt hast. Herr, gebrauche mich. Ich möchte dir dienen, mit allem, was ich bin und kann.

In Jesus Namen

Amen.

Ich wünsche euch einen guten Rutsch ins neue Jahr.

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